Die meis­ten Geschich­ten wer­den nie geschrie­ben. Wie viele Schrei­bende blei­ben unge­le­sen. Doch sie sind wich­tig. Prä|Position ist ein lite­ra­ri­scher Raum. Zwi­schen Autor und Autor; und bald zwi­schen Autor und Leser. Damit ist die­ser Raum von Anfang an eine Chif­fre für gemein­sa­mes Schrei­ben. In ihm zu schrei­ben heißt: anzu­er­ken­nen, dass der Text wesent­lich unfer­tig ist. Er endet nicht mit dem letz­ten Wort, ist nie­mals abge­schlos­sen. Er ist nicht das Her­vor­ge­brachte; er ist das Her­vor­brin­gende.
Dabei gewäh­ren wir eine lite­ra­ri­sche Frei­heit, die keine Ansichts­sa­che ist: Die Frei­heit von fes­ten erzäh­le­ri­schen For­men. Die Frei­heit zu einem bedin­gungs­lo­sen Lek­to­rat, das sich nicht in gram­ma­ti­ka­li­schen und sprach­li­chen Spitz­fin­dig­kei­ten gegen wohl­über­legte Sätze erschöpft. Es ist ein freund­schaft­li­cher Aus­tau­sch, der nur als gemein­same Suche nach lite­ra­ri­schem oder jour­na­lis­ti­schen Pro­fil erfolg­reich sein kann. So ent­ste­hen Texte und Gesprä­che, die nahe­ge­hen und län­ger als drei Absätze und mehr als drei Tage bedeut­sam sind.
Jeder Text beginnt in einem Men­schen. Doch nie­mand schreibt allein. Gute Geschich­ten wach­sen im Dia­log. Wir, die Men­schen hin­ter Prä|Position, möch­ten gute Geschich­ten erzäh­len. Wir möch­ten dir Texte vor­le­gen, die es wert sind, dass du zu ihnen zurück­kehrst. Nicht mehr. Nicht weni­ger.

.Ein lite­ra­ri­scher Raum